Ich halte, dass was ich unter klassischem Konsumieren sehe als weniger Wertvoll als das, was man unter klassischem Kreieren verstehet, wobei dabei auf Elemente zurückgewiesen wird, welche konsumierbar sind. (Hierbei geht es vor allem um Arbeiten, welche ich unter Kunst ordnen würde)

Ich will mir natürlich nicht selbst in den Fuß schießen und behaupten das Konsumieren schlecht ist, da meine Argumentation, der Konsum der Kreation ihren Wert gibt. Deswegen glaube ich auch das man Konsumieren sollte, doch ist noch mehr gewonnen, wenn man im Gegenzug zum reinen Konsum, auch erstellt.

Ich meine das jeder Konsum von dem Spielen eines Computerspiels bis zum Betrachten eines Gebäudes ein kreativer Prozess ist, du der Kosmumen nie genau das sehen kann oder sehen wird, wie die Person, welche es in die Welt gesetzt hat, spiegelt sich in der Sicht die Persönlichkeit eines Betrachters. Selbst wenn behauptet wird in dem Objekt nichts zu sehen, scheidet sich dies wohl selbst mit der Person, welche es erstellt hat und wenn auch dies gleich ist, so ist “Nichts” mit Sicherheit nicht dasselbe für jede Person. Folglich ist jedes Betrachten und Fühlen unserer Welt ein Prozess der Interpretation und Kreativität.

Wenn sowohl Konsum als auch Kreation auf dasselbe auslaufen, liegt der Unterschied darin, wer Teilt. Hier mögen sich die Geister scheiden, doch vor allem bei digitalem Gut, welches praktisch ohne kosten mit jedem geteilt werden kann, halte ich das für unheimlich schön. Die Kreation kann dann weiter interpretiert werden und weitere Menschen potentiell zum Nachdenken bringen, wohingegen die Kreation, welche nur bei einem selbst bleibt, dies inherent nicht kann.

Damit das System des Teilens weiter funktioniert muss natürlich weiter konsumiert werden und damit ist absolut nichts falsch (Ich würde auch nie verlangen, was man sich so denkt, geteilt wird), nur halte ich den Akt des Freigebens für unheimlich schoen und dementsprechend im theoretischen Vacuum für erstrebenswerter, sei auch nur der Wille dabei gewesen.