Biennale

Ich war das erste Mal auf der Biennale d’Arte im Jahr 2022, und da es mir damals sehr gut gefallen hatte, bin ich im September mit Maris auf die Biennale Architettura gefahren. Zum Glueck fanden wir es beide sehr interessant, und so hatten wir uns ausgemacht, gleich zu Beginn der naechsten Kunstbiennale wieder hinzufahren.

Highlights

Ich habe leider nicht von allem Photos gemacht, um mich ein bischen besser zu erinnern, aber ich werde mein Bestes geben, es zu beschreiben.

Ich kann mich auch nicht ganz entscheiden, was mir am besten gefallen hat, und so ist das hier auch keine persoehnliche Rankingliste.

Natuerlich war die Main-Ausstellung auch sehr cool, aber davon bin ich ausgegangen. Ein paar Werke, die mir besonders gut gefallen haben, werde ich auch hier anhaengen.

Orange Bild

Orange ways

House

Aegypten

Wir mussten ein wenig warten, bis wir in den Aegypten-Pavillon gekommen sind, aber es hat sich ausgezahlt. Die Stimmung war eindrucksvoll, der Pavillon ist gut ausgekleidet mit seinen mattschwarzen Waenden, die Geraeuschkulisse ruhig und nur wirklich durch den Herzschlag des Ausstellungsstueckes unterbrochen, und die Belichtung gab dem Eindruck, sich in einer Wuestenhoelle zu befinden. Das herzschlaggebende Stueck war eine Steinschale, die man schubsen konnte, und im letzten Raum war noch eine sehr grosse Platte und der Raum war erfuellt von Lotusduft.

Die Stimmung besonders nach dem Oesterreich-Pavillon hat auf jeden Fall einen Eindruck hinterlassen.

Nalini Malani – Of Woman Born 18

Auch wenn es sich am Ende von Venedig befindet, war es dann doch den kleinen (Venedig ist halt auch nicht gross) Ausflug wert. Es liegt am suedlichen Ende von Venedig und so ist die Umgebung vor der Kirche (?) sehr hell. Im Kontrast dazu ist die Hoehle sehr dunkel und es wurden gezeichnete Videos an die Waende projiziert und eine Stimme sprach dazu. Wenn ich mich richtig erinnere, war es eine Uminterpretation des Fluches von Orest, und die gesamte Installation hat diesen Wahn sehr eindrucksvoll wiedergegeben.

Indien

Indien Blumen

War auch wirklich schoen inszeniert. Wenn man den Pavillon betritt, steigt man durch ein riesiges stabiles Bambusgeruest, welches sich wie ein Spinnengewebe von dort durch den gesamten Raum spannt. Rechts von einem sind dann eine Reihe von Blumen und links sind gewebte Erinnerungen an Bauten. Im zweiten Stock sind dann sehr nette kleine Haeuser, die aber nicht ganz dasselbe Gefuehl von Kohaerenz geben wie im Erdgeschoss.

Argentinien

Salz sand

War ein Raum gefuellt mit Salz, in welches mit Holzkohle gezeichnet wurde. Es war moeglich, auf Wegen herumzugehen. Ich glaube, das Ganze am Ende der Biennale nochmal zu besuchen, waere sehr interessant, um zu sehen, wie viel groesser die Wege geworden sind. Es gab auch so Hoehlenmalerei-Vibes und ich hatte ein wenig Angst, es kaputt zu machen.

Gaza

Blut gerinsel

Explosion

Es war sehr beeindruckend und hat definitiv auf die Traenendruese gedrueckt. Die umliegende Ausstellung hat meiner Meinung nach auch sehr gut dazu gepasst, da sie versucht, Trauma und Krieg in etwas Wiedergebbares zu verarbeiten. Von Gaza selbst war es ein grosser Raum mit bestickten Stuecken Stoff, welche die Zerstoerung Gazas darstellen oder einzelne Momente von betroffenen Menschen. Dazu war dann auch jeweils ein kleiner Text, um das Bild in Kontext zu betten, und vor allem diese Kontexte haben erst die Brutalitaet dieser Leben gezeigt.

BIC-Koks-Kristallkette

Bic Koks stiffte

Ich habe leider vergessen, von wo dieses Stueck gekommen ist, aber es war ein schoener Kristallhaenger, und ich war fast schon dabei gewesen weiterzugehen, da wagte ich doch noch einen genaueren Blick und mir fiel das BIC-Logo auf einem der “Kristalle” auf. Beim genaueren Hinsehen waren alle Roehren BIC-Stifte, und nach der Beschreibung wurde durch alle auch Koks genommen.

Nuova Zelanda

Biennale Arte 2026 | Nuova Zelanda

Wir sind hier eher unabsichtlich hineingestolpert und es hat auch einige Zeit gebraucht, bis wir erkannt hatten, dass es sich nicht um Photos handelte. Es war ein wunderschoen dunkler Raum, in welchem einen sehr schoene grosse Voegel betrachteten, mit Szenen in ihren Augen.

Kan Yasuda - Isole del Silenzio

Weicher Stein

War ein ruhiger Raum, in welchem sich sehr schoen weiche Steine befanden; sie waren fast so geformt wie Sitzkissen, aber auch sehr gross. Man konnte sich in diese Steine setzen, und diese Kombination zwischen kaltem, hartem, aber smoothem Stein, zusammen mit dem Liegen und der Musik, brachte eine tiefe Ruhe in mich.

Official.Unofficial.Belarus

Belarus Kreutz

Wenn mich jemand fragt, was mir am besten gefallen hatte, wuerde ich mit Belarus antworten. Es war eine Kirche, in welcher “The smell of Dictatorship” versprueht wurde, welcher sehr suess und verlockend riechen soll, aber mir fehlte ehrlich noch ein bischen das “cheap desinfectant”, welches erwaehnt wurde. Dazu kam im Hintergrund ein Score, der wirklich gut zur Atmosphaere passte. In der Mitte stand ein Kreuz aus Bahngleisen, welches uebersaet war mit Kameras, und daneben stand ein aehnlich aussehender Beichtstuhl. In der Mitte war eine Kugel mit gebannten Buechern. Ich finde den Gesamteindruck wirklich passend.

Extern

Wir waren natuerlich nicht nur bei der Biennale, sondern haben auch Zeit mit Essen-Gehen und am Lido-Schwimmen-Gehen verbracht. Highlights hier waren: